Gewürze
Ohne die richtige Würze lässt sich selbst aus den besten Zutaten kein schmackhaftes Essen zaubern. Aber auch Würzen will gelernt sein und selbst so einfache Dinge wie Salz und Pfeffer sind vielseitiger als gedacht.
SALZ
Im Handel gibt es Tafel-, Speise- und Meersalz. Für Speise- und Tafelsalz werden salzhaltige Gesteinsschichten aus unterirdischen Ablagerungen (Rückstände ehemaliger Salzwasserseen) abgebaut. Die Brocken werden mit Wasser ausgespült und die dabei entstehende Sole wird verdampft, die Rückstände werden nochmals gereinigt. Bei jodiertem Speisesalz wird der Jodgehalt durch Zugabe von Natrium-, Kalium- oder Calciumjodid erhöht.
Meersalz wird durch Verdampfung von Meerwasser gewonnen; es enthält Spurenelemente von Jod bis Silber. Durch die Spurenelemente ist es nicht schneeweiß, sondern eher grau. Besonders begehrt ist das fleur de sel aus der Bretagne.
In der Küche ist Salz unentbehrlich. Der tägliche Salzbedarf des Menschen liegt übrigens bei 5-7 Gramm. Bei der Verwendung von Salz solltest du einige wichtige Grundregeln beachten:
Gemüse wird grundsätzlich in Salzwasser gekocht, um zu verhindern, dass die mineralischen Salze ausgewaschen werden.
Auch sollten alle Speisen erst zum Ende des Kochvorganges gesalzen werden, da während des Kochens die Ausgewogenheit des Geschmackes noch nicht eindeutig zu erkennen ist. Abschmecken heißt also, genau die Menge Salz zuzufügen, die das Gericht weder fade noch versalzen schmecken lässt.
Da Salz Wasser anzieht, geben Fleisch, Fisch und Gemüse Feuchtigkeit ab, das heißt, sie werden fester - gut bei Fisch, schlecht bei Steaks; daher Fleisch immer erst nach dem Braten salzen!
Im Salzstreuer bleibt Salz streufähig, wenn man einige Körner Reis mit einfüllt: der Reis zieht die Feuchtigkeit an.

